**BEENDET** BLITZVERLOSUNG: GEWINNE 1 x 2 FREIKARTEN FÜR DIE DEUTSCHLAND PREMIERE VON INFERNO

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Lust auf INFERNO? Wir machen eine Blitzverlosung für 2 Freikarten für die Premiere von INFERNO nächste Woche in BERLIN. Alle Infos findet ihr weiter unten. INFERNO setzt die Leinwandabenteuer des berühmten Harvard-Symbologen fort: Robert Langdon (Tom Hanks) wird darin mit einer Reihe von Hinweisen konfrontiert, die mit Dantes „Inferno“ zusammenhängen. Nachdem er in einem italienischen Krankenhaus mit Amnesie erwacht ist, tut er sich mit der jungen Ärztin Sienna Brooks (Felicity Jones) zusammen, weil er hofft, dass sie ihm dabei helfen kann, seine Erinnerung wiederzuerlangen. Gemeinsam hetzen sie in einem Wettlauf gegen die Zeit durch ganz Europa, um einen Wahnsinnigen davon abzuhalten, einen globalen Virus freizusetzen, der die halbe Weltbevölkerung auslöschen würde.

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Oscar®-Preisträger Ron Howard („The DaVinci Code – Sakrileg“, „Illuminati“) kehrt für die Verfilmung des jüngsten Bestsellers aus der Milliarden Dollar schweren Robert-Langdon-Reihe von Dan Brown wieder auf den Regiestuhl zurück. Oscar®-Preisträger Tom Hanks spielt erneut die Rolle des Robert Langdon und agiert in einem internationalen Ensemble, darunter Felicity Jones („Die Entdeckung der Unendlichkeit“), Irrfan Khan („Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger“), Omar Sy („Ziemlich beste Freunde“), Ben Foster („Todeszug nach Yuma“) und Sidse Babett Knudsen („Gefährliche Seilschaften“). Das Drehbuch stammt von David Koepp, basierend auf dem Roman von Dan Brown. Produziert wurde der Film von Ron Howard und Brian Grazer – David Householter, Dan Brown, Anna Culp und William M. Connor fungieren als Executive Producer.

+ + + + Genießt den Film noch vor eigentlichem Kinostart und gewinne 1 x 2 Freikarten für die Deutschlandpremiere in Berlin in Anwesenheit von  Tom Hanks, Felicity Jones, Omar Sy, Ron Howard und Dan Brown. Um teilzunehmen, schicke eine E-Mail mit dem Stichwort INFERNO an gewinnspiel@flimmer.de. Ausgelost und benachrichtigt wird am schon am 04.10.2016 um 18.00Uhr via E-Mail. An-Abreise und Unterkunft sind nicht enthalten und der Rechtsweg ist ausgeschlossen + + + + +

Nippon Connection 2016: Miss Hokusai, Love & Peace, Ryuzo and the Seven Henchmen

Die Nippon Connection in Frankfurt am Main ist das größte Festival für japanische Filme außerhalb Japans. Nicht nur deshalb ist es eine ziemlich bemerkenswerte Veranstaltung, die auch dieses Jahr vom 25. bis 29. Mai stattfand. Seit dem Jahr 2000 bietet sie seinen Besuchern jedes Jahr neben einer großen Bandbreite an aktuellen und klassischen japanischen Langfilmen, Kurzfilmen, Dokumentationen und Animationsfilmen ein buntes Programm aus Live-Perfomances, Workshops, Filmemachergesprächen, kulinarischen Genüssen, (Video-)Spielen und anderer Formen des vergnüglichen Zeitvertreibs, die die japanische Kultur repräsentieren. Die Gäste, die hier ihre Werke vorstellen, werden nicht müde, in ihren Reden hervorzuheben, mit wie viel Wärme sie empfangen werden und wie viel Enthusiasmus alle Beteiligten an den Tag legen.

Ich habe eine große Schwäche für die japanische Kultur — und nicht nur, weil ich schon als Kind praktisch jeden Nachmittag auf RTL2 Digimon, Dragon Ball und Co. schaute. Dennoch hatten meine Erfahrungen mit japanischem Film selten über bekannte Animationsklassiker wie die aus dem Hause Ghibli hinausgereicht. Besonders eng nahm ich mir stets selbst, dass ich noch nie eines der Werke zweier Größen des derzeitigen japanischen Kinos gesehen hatte: Takeshi Kitano und Sion Sono. Das wollte ich während dieses Festivals endlich ändern und machte mich fleißig ans Filmegucken.

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Anfangen möchte ich jedoch mit der Besprechung des Animationsfilmes ‘Miss Hokusai’.  Von diesem versprach ich mir auf Grundlage des Trailers einiges — zumal er sogar am 16. Juni diesen Jahres einen bundesweiten Kinostart spendiert bekommt — und das ist in Deutschland für japanische Filme eher die Ausnahme, außer sie kommen aus dem erwähnten Studio Ghibli oder von einem der genannten Regisseure. ‘Miss Hokusai’ spielt im Tokyo bzw. Edo des frühen 19. Jahrhunderts und erzählt aus dem Leben der Tochter eines der bekanntesten japanischen Künstler, ebenjenen Hokusai. Er fokussiert sich dabei besonders auf das Verhältnis zu ihrem berühmten Vater und darauf, wie sie mit dessen eigentümlicher Art zurechtzukommen versucht, unter seinen Fittichen selbst das Handwerk des Malens erlernt und damit zu kämpfen hat, währenddessen ein halbwegs normales Sozialleben zu führen. Regisseur Keiichi Hara berührt dabei viele verschiedene Themen und führt eine ganze Anzahl interessanter Charaktere und entsprechender Nebenplots ein, was viele Erwartungen schürt und mich wirklich neugierig machte — doch leider werden diese Fäden nur zum Teil zu Ende geführt, andere verlaufen im Nichts. Was der Film wirklich großartig macht, ist den Film mit wunderschönen, lebendigen Animationen und ebenjenen interessanten Nebencharakteren das damalige Edo zum Leben zu erwecken — ich wäre am liebsten direkt durch die Leinwand gesprungen um mich in das Getümmel zu stürzen oder auf einer der Brücken zu verweilen und das bunte Treiben zu verfolgen. Denn obwohl der Film zeitweise etwas ins Surreale abdriftet, erschaffen die FIlmemacher auch mithilfe der historischen Aspekte eine glaubwürdige Welt. Auch die Hauptfigur ist interessant genug, um als Zuschauer emotional investiert zu sein, jedoch leidet der Charakter darunter, dass die Geschichte viele ihrer “emotionalen Baustellen” unbefriedigend auflöst. Und das ist es, was diesen wirklich hübschen und lebendigen Animationsfilm davon abhält, ein kleines Meisterwerk zu sein. Trotzdem mochte ich den Film und würde ihn jedem, der sich für japanische Kultur und Geschichte interessiert, wärmstens empfehlen.

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Als nächstes kam nun endlich meine erste Erfahrung mit einem Sion Sono-Film: ‘Love & Peace’. Anders, als der Titel vermuten lässt, handelt es sich hierbei nicht um eine Schmonzette, sondern eine beißende Satire auf die Unterhaltungsindustrie und das Verlangen nach Berühmtheit in der heutigen Gesellschaft. Die Hauptfigur ist ein stereotypischer Loser ohne Freunde und mit der Sehnsucht nach einer großen Karriere als Rockstar. Ausgerechnet eine Schildkröte soll ihm schließlich dabei helfen, seine Träume wahr werden zu lassen. Für wen sich das schon verrückt anhört, der wird sich im Laufe der knapp zwei Stunden das eine oder andere mal verwundert die Augen reiben. Der Film sprüht nur so vor Kreativität und lebendigen Bildern, die die abstruse Geschichte angemessen visuell umsetzen — diese wird in einem durchgängig hohen Tempo erzählt, sodass man als Zuschauer kaum dazu kommt, das Gesehene zu verarbeiten und sacken zu lassen — vermutlich eine gute Sache, denn allzu viel Logik sollte man nicht erwarten. Die Szenen einer bestimmten wichtigen Nebengeschichte erinnern mit ihren Charakteren an die Augsburger Puppenkiste und hauten mich mit ihrer Liebe zum Detail echt vom Hocker. Da die nominelle Hauptfigur eher unsympatisch ist, dienen diese Szenen aufgrund hier aus Spoilergründen nicht näher zu erläuternder Ursachen als emotionales Herzstück des Films. Man wird am Ende von ‘Love & Peace’  eine wunderbare Odyssee der Verrücktheit hinter sich haben, die das eine oder andere Mal überrascht und einem mit ihren wahnwitzigen Bildern und Ideen mit Sicherheit nicht so schnell aus dem Kopf geht. Ich für meinen Teil bin angefixt und werde mir mit Sicherheit mehr von Sion Sonos Werken anschauen.

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Etwas ruhigere aber nicht minder amüsante Töne schlägt Takeshi Kitano mit seiner Ensemble-Komödie ‘Ryuzo and the Seven Henchmen’ ab. Hier tut sich eine Gruppe unverbesserlicher (Ex-)Yakuza zusammen, um der jungen Generation des organisierten Verbrechens nochmal zu zeigen, wo der Hammer hängt — und sich selbst, dass sie es noch drauf haben. Unzählige Slapstick-Einlagen und Alte-Leute-Witze begleiten diese Komödie, die Themen berührt wie den Generationenkonflikt und die Folgen, die Kriminalität auf die zwischenmenschlichen Beziehungen von Menschen haben kann. Vor allem aber zeigt uns Kitano, dass sich selbst hinter der stursten und verbohrtesten Fassade ein weicher Kern verbirgt. Wer hier nach komplexen Charakterentwicklungen sucht, wird enttäuscht werden — doch die Alte-Leute-Witze und immer wieder auftretenden abstrusen und unterhaltsamen Situationen funktionieren auch beim zwanzigsten Mal. Die Darsteller hauchen ihren schrulligen Charakteren mit sympatischen Ticks und Macken genug Leben ein, um die Zuschauer — trotz ihrer kriminellen Energie — auf ihre Seite zu ziehen. Man fiebert daher mit ihnen mit, fragt sich am Ende aber vielleicht, warum eigentlich. Da hätte ich mir doch eine etwas befriedigendere Schlusspointe gewünscht. Dennoch handelt es sich um eine sehr unterhaltsame Komödie, die für zahlreiche Lacher sorgt.

Abschließend kann ich sagen, dass ich die Nippon Connection dieses Jahr wieder sehr gelungen fand, einige interessante Filme gesehen habe und mich schon jetzt auf das nächste Mal freue!

EL CLAN: Interview mit Pablo Trapero

Pablo Trapero

 

„El Clan“ ist Dein erster Film, der in der Vergangenheit spielt und auch noch auf wahren Begebenheiten basiert. Was hat dich inspiriert, diese Geschichte zu erzählen?

Neben der Kriminalität dieser Familie und dem politischen Kontext der 1980er Jahre wollte ich vor allem ein Familienportrait zeichnen und diese Vater-Sohn-Beziehung darstellen. Das war meine größte Motivation und gleichzeitig meine größte Herausforderung.

 

Stand die Familie auch im Mittelpunkt der Berichterstattung, als der Puccio-Clan schließlich vor Gericht gestellt wurde?

Ja, die Familie wurde in den Nachrichten viel besprochen, weil sie nicht wie Kriminelle aussahen. Es war eine normale Familie, alle dachten, sie wären nette Leute. Viele Menschen aus ihrer Nachbarschaft und aus dem Freundeskreis wollten die Nachrichten erst nicht wahrhaben. Sie dachten, es müsse sich um einen Fehler handeln. Zahlreiche Freunde von Arquímedes Puccio besuchten ihn jahrelang im Gefängnis und boten Unterstützung an, weil es so schwierig war zu akzeptieren, dass sie diese Taten wirklich begangen hatten.

 

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Arquímedes Puccio selbst hat nie zugegeben, dass er schuldig ist.

Nein, er hat die Anschuldigung nie akzeptiert, er hat sich nie bei den Opfern entschuldigt. Er war nie zu einem einzigen Wort oder einer kleinen Tat zur Wiedergutmachung bereit.

 

Dein Film ist ein großer Erfolg in Argentinien. Gibt es ein Bedürfnis, dieses Kapitel der Geschichte wieder zu öffnen und die Wahrheit hinter diesen Verbrechen und Verbrechern aufzudecken?

Ich glaube, es geht eher darum, eine Familie zu sehen, die wie die eigene aussieht, aber doch ganz anders ist. Sie sind schließlich dafür berühmt, was sie getan haben. Der politische Kontext der Achtziger Jahre in Argentinien spricht immer noch ein großes Publikum an, aber was die Menschen eher interessiert, ist dieser Anstoß, nach dem Film über die eigenen Beziehungen nachzudenken.

 

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Über die Beziehungen innerhalb der Puccio Familie ist öffentlich wenig bekannt. Wie hast du die Charaktere für deinen Film entworfen?

Wir haben selbst nachgeforscht und viele Personen interviewt, die bei den Puccios zu Gast waren. Freunde, Verwandte, wir haben mit den verantwortlichen Anwälten und Richtern gesprochen und auch mit Journalisten, die damals über den Fall berichteten und mit Teamkollegen, die mit dem Sohn Alejandro Rugby spielten. Das hat uns geholfen zu verstehen, wie die Dynamiken innerhalb der Familie waren. Aber natürlich hatten wir keine Filmaufnahmen, wie es sie heute massig geben würde. Wir hatten jedoch Zugang zu Fotos und Akten der Familie. Damit haben wir die Dialoge und alles rundherum kreiert, immer basierend auf den wahren Tatsachen.

 

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Du hast gesagt, du möchtest den Patriarchen Puccio nicht so darstellen, dass sich Menschen mit ihm identifizieren können. An manchen Stellen wird er dann doch humanisiert, etwa wenn er mit seinen Töchtern spricht – ganz anders als in der Interaktion mit den Söhnen.

Arquímedes Puccio hat ganz anders mit seinen Söhnen geredet als mit seinen Töchtern. Das hat man auch in den Fotos gesehen. Die Mädchen hat er oft umarmt, zu den Jungen war er sehr viel distanzierter und sehr streng. Für die jüngste Tochter war das alles sehr schwierig. Sie war sehr jung und hat wahrscheinlich nie wirklich verstanden, was passierte, bis ihr Vater dann festgenommen wurde. Später hat sie ihren Namen geändert und lebt heute ein ganz neues Leben abgekoppelt von der Familie Puccio.

 

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Die Komplizen von Arquímedes Puccio stehen im Film nicht im Fokus. Was war deren Rolle in der realen Geschichte?

Zwei von ihnen standen Arquímedes sehr nahe und vor allem mit ihrer Hilfe war es den Strafverfolgern möglich, ihn zu verhaften, denn sie sagten gegen ihn aus und gaben alle Verbrechen zu.

 

Was sind Deine nächsten Projekte?

Gerade arbeite ich an zwei Projekten, die wieder auf wahren Begebenheiten beruhen. Ein Fall spielt in Argentinien und der anderen außerhalb. Worum es sich genau handelt kann ich noch nicht verraten.

 

GÄNSEHAUT: Interview mit JACK BLACK

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Wovor fürchtest du dich?

Da wäre zum einen President Trumpenstein, ein furchterregendes Monster, von dem du vielleicht gehört hast. Und zum anderen die Tatsache, dass meine Jungs bald zu Teenagern werden. Außerdem ist es ein furchterregender Gedanke, dass sich vielleicht niemand meinen Film anguckt. Das hält mich nachts wach.

 

Aber das brauchst du nicht mehr, in den USA ist der Film erfolgreich gelaufen.

Ja, aber jedes Territorium hat seine eigenen Schrecken. So ist es im Leben, man sorgt sich immer über das, was als nächstes kommt.

 

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Musstest du deinen Kindern erklären, was eine Schreibmaschine ist?

Nein, sie haben Schreibmaschinen in Filmen gesehen (lacht). Sie wollten unbedingt eine haben, nachdem sie den Film gesehen haben. Und sie haben eine bekommen, denn meine Jungs sind sehr verwöhnt, bekommen was immer sie wollen. Sie wünschen es und “Paff!” — die Schreibmaschine erscheint. Sie haben einen guten Geschmack für Schreibmaschinen, haben alte, antike Exemplare.

 

Macht es dir mehr Spaß, lustige oder fiese und böse Charaktere zu spielen, wie in Gänsehaut?

Ich spiele gern verschiedene Charaktere, die ich vorher noch nicht gespielt habe – deshalb hat dieser Film Spaß gemacht. Und als ich das Skript las, hat mich der Charakter wirklich angesprochen. Ich hatte schon seine Stimme im Kopf und ich wusste, was ich damit machen wollte. Denn normalerweise spiele ich den sympatischen Loser, wie in ‘School of Rock’. Dieses mal war es eher ein unsympatischer Gewinner — ein sehr erfolgreicher Author mit einem brilliantes Hirn, aber einem dunklen Geheimnis. Das waren coole, spaßige Facetten, die ich bisher noch nicht gespielt hatte. Ich weiß, wie es ist, wenn man sich vor der Öffentlichkeit und seiner Prominenz verstecken will! Darum geht es bei R.L. Stine in diesem Film. Er will auch keine Selfies machen, fühlt eine starke Rivalität zu Stephen King.

 

Hat Stephen King sich zu dem Film geäußert?

Nein, es war ja nur ein Gag — wenn überhaupt, ein Kompliment, wir ziehen den Hut vor dem Meister. Mein Lieblingsfilm ist ‘The Shining’ mit Jack Nicholson, das ist so ein guter Film. Interessanterweise mochte Stephen King scheinbar genau diesen Film nicht – den besten! Ich glaube, er mochte ihn nicht, weil Kubrick sich viele Freiheiten genommen hat. Das würde mich auch wütend machen, wenn jemand das mit meinem Text machen würde.

 

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Wie hast du die Rolle bekommen, du siehst ihm ja nicht sehr ähnlich?

Sie haben nicht nach jemandem gesucht, der ihn exakt verkörpert — da gibt es Leute, die das viel besser hätten machen können. Ich habe mir diese Rolle wirklich geschnappt. Es war nicht so, dass sie sich um mich bemüht haben. Ich las das Drehbuch, weil mein Freund Rob Letterman Regie führte. Und ich wollte die Rolle wirklich und bekam sie. Aber ich musste nicht vorsprechen.  Aber ich ging zum Studio und erklärte ihnen, warum ich dachte, dass ich super für die Rolle wäre.

 

Wie schwierig war es, sich die ganzen computergenerierten Figuren am Set vorzustellen?

Ich hatte von ‘King Kong’ etwas Erfahrung, das war alles Vorstellungskraft — Andy Serkis war da mit diesen Tischtennisbällen überall am Körper, das war nicht sehr furchteinflößend. Also gab es in jeder Szene in diesem Film CGI. Außerdem ist es das, was Kinder machen. Alle Kinder stellen sich vor, dass Monster in ihrem Zimmer sind, laufen immer vor ihnen davon. Das fällt mir sehr leicht. Ich mag es mit Dingen zu schauspielern, die nicht da sind. Kein Problem, easy! Soll ich es vormachen? “Oh mein Gott!” (duckt sich hektisch) Es ist die gute alte “was wäre, wenn”-Techik: “Was wäre, wenn da eine Schlange wäre?”

 

Mag R.L. Stine den Film?

Er liebte ihn. Es ist beim ihm wichtiger, dass er den Film mochte, als bei allen Kritiker zusammen. Ich war sehr nervös und bei ihm, als er ihn zum ersten Mal sah. Muss sehr nervig für ihn gewesen sein, weil ich ihn die ganze Zeit anstarrte. Er lachte aber immer an den richtigen Stellen und ich konnte sehen, dass er wirklich zufrieden war. Wir haben nämlich den Ton der Bücher getroffen und das ist das, was man erreichen möchte — für all die Leute, die sie als Kinder gelesen haben und jetzt erwachsen sind. Ich denke, wir haben es gut hinbekommen.

 

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Wann begannst du ich Jack Black zu nennen? Das kommt von Jacob, oder?

Genau, Thomas Jacob Black. Das war einfach nur ein Spitzname, den meine Eltern mir sehr früh gaben. Und ich mochte meinen Spitznamen lieber als meinen echten Namen, weil es sich reimte. Ich konnte schon in jungem Alter feststellen, dass es ein guter Bühnenname ist. Er hat einen guten Klang. Ich dachte: “Die Leute werden sich an ‘Jack Black’ erinnern”. Also nam ich den.

 

Habt ihr Gartenzwerge zu Hause?

Nein, besonders jetzt nicht mehr.

 

Andere verrückte Sachen?

Wir haben viele Kunstwerke an unseren Wänden. Meine Jungs haben einige Sachen gezeichnet, es ist wie eine Galerie ihrer Kunstwerke. Sie sind sehr lustig, tragen aber auch eine Düsternis in sich. Mein Siebenjähriger mag Aliens und andere unheimliche Kreaturen. Und Sammy, der neun Jahre alt ist, ist sehr kreativ und hat ein atemberaubendes Gemälde angefertigt und sagte: “Das ist das, was in den Hintern der Leute passiert”. Er war sehr jung, fünf Jahre alt, als er das malte. Aber es ist sehr wissenschaftlich — es zeigt die Kacke in den verschiedenen Bereichen des Hinterns. Er ging sehr wissenschaftlich vor, dachte sich aber alle Bezeichnungen aus: “Das ist der… Nektar und das …” — ich weiß es nicht mehr. Aber wir hingen es im Bad auf, damit alle Gäste sehen können, was sie dort laut Sammy so machen.

 

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Wird es ein Gänsehaut 2 geben?

Ich habe keine Ahnung. Ich habe aber eine Idee: es gibt einen konkurrierenden Author, der auch eine magische Schreibmaschine hat. Vielleicht wäre es eine Person, die — wie R.L. Stine — auch zwei Buchstaben in ihrem Namen hat, wie … J.K., vielleicht? Und dann heißt es: Monster gegen Zauberer. Und wir stehen dann in Konkurrenz um Buchverkaufszahlen. Aber unsere Monster kämpfen auch gegeneinander. Ist das nicht brilliant? Bitte geh’ sicher, dass du das als meine Idee aufschreibst! Ich habe schon das Poster vor Augen, mit mir und J.K. Rowling — und unsere Monster kommen aus den Schreibmaschinen heraus! Aber wer würde J.K. spielen? Es könnte nicht sie selbst sein, wir müssten jemand anderes finden — aber das würde sie wahrscheinlich nie unterschreiben …

 

Kannst du uns sonst etwas über deine kommenden Projekte erzählen?

Ich habe einen Film über einen Polkasänger, den ich machen möchte, eine wahre Geschichte. Und ich sprach vor kurzem mit Jackie Chan — und er sagte, dass er einen Film mit mir machen würde, wenn ich eine Idee bekommen würde. Und das mache ich hier und jetzt: ich denke, wir zwei werden einen Hamburgerstand aufmachen, aber er hat ein dunkles Geheimnis: er war ein Auftragskiller in China! Er hat dieses Leben hinter sich gelassen, aber es holt uns beide und unseren Hamburgerstand wieder ein. Er wird wieder hineingezogen, und ich mit ihm…! Klingt spannend, oder? Der Film heißt “Cheeseburger” — das Sequel: “Doppelcheeseburger”. Da hab ich jetzt quasi die ganze Story erzählt! Es wurde noch nicht aufgeschrieben, schreibt sich aber wie von selbst. Ich brauche nur eine magische Schreibmachine. Es gibt auch ein ‘Tenacious D’-Projekt, wir schreiben an einem Animationsfilm. Und dann werde ich mich glaube ich zur Ruhe setzen und mich darauf konzentrieren, Hamburger zu machen.

ROBINSON CRUSOE: Interview mit Aylin Tezel, Cindy aus Marzahn und Matthias Schweighöfer

‘Robinson Crusoe’ ist nach Hits wie ‘Das magische Haus’ und ‘Sammy’s Abenteuer’ der nächste Streich des belgischen Animationsstudios ‘nWave Pictures’. In der Neuerzählung der klassischen Geschichte übernehmen Aylin Tezel und Cindy aus Marzahn die Stimmen zweier tierischer Inselbewohner, Matthias Schweighöfer spricht den titelgebenden Hauptcharakter. Flimmer sprach mit ihnen im Interview.

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Wie seid ihr an eure Sprechrollen herangegangen?

Aylin: Also der erste Schritt war ganz intuitiv: ich habe das Stachelschwein gesehen und kam sofort eine Stimme aus mir herausgepurzelt, die ich ausprobiert habe. Dann hat der Regisseur im Tonstudio sofort gelacht und fand’s gut. Und dann wussten wir schon, es geht in die richtige Richtung und er hat dann angefangen mich zu inszenieren: “trau dich noch kindlicher zu werden”, “mach’s hier noch aufgeregter” usw., so haben wir uns dann zusammen diesen Charakter erarbeitet.

Cindy: Ich habe das Bild geschickt bekommen und gesagt: “Ich bin froh, dass das kein Hängebauchschwein ist”. Und dann bin ich dahingefahren — ich hab ja erst einmal synchronisiert in meinem Leben. Ich mach mir da nicht so viele Gedanken drüber. Wenn du zu verkrampft bist, dann ist das alles zu viel. Der Regisseur hat super Arbeit geleistet, hat gesagt “mach so und so” und dann hat man das so gemacht.

Matthias: Ich synchronisierte ja das erste Mal einen Menschen. Und das Schöne ist, dass man den nicht auf vier oder sechs Jahre sprechen muss. Das war halt einfach ein Typ zwischen 20 und 30.

 

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Aylin und Cindy: Was habt ihr mit euren tierischen Charakteren gemeinsam?

Aylin: Was wir glaube ich gemeinsam haben, ist, dass ich als Kind wirklich sehr schüchtern war, was ‘Epi’ ja auch hat. Also das kenne ich, da konnte ich mich ganz gut reinfinden.

Cindy: Ja, ich bin nicht so schreckhaft, außer wenn eine Tür knallt und du liegst gerade auf dem Sofa … oder ein Fenster fliegt auf.  Ansonsten teilen wir eine Menge — also, außer, dass ich nicht so viel Obst esse …

Matthias: Also, wenn ich ein Tier gesprochen hätte, wäre ich definitiv eine von den fiesen Katzen geworden. Die machen wahrscheinlich am meisten Spaß.

 

Welche Eigenschaften habt ihr, die euch auf einer einsamen Insel helfen würden?

Aylin: Oh Mann — also ich hab schon mal geangelt (lacht). Das könnte also versuchen — ich bin ja eigentlich Vegetarierin, esse aber Fisch. Deswegen würde ich mich aber auf jeden Fall auch gut mit anderer Nahrung über Wasser halten. Und ich hätte richtig Lust, mir ein Bamhaus zu bauen. Ich wollte schon immer eins haben, aber mir hat nie jemand eins gebaut — das wird also Zeit (lacht). Da würde ich mich ranmachen — bin in sowas, glaube ich, nicht begabt (lacht). Aber das müsste ich dann halt lernen. Und im besten Fall würde ich dann auf der Insel ein paar Freunde finden.

Cindy: Ich möchte da ja nicht hin. Aber ich habe ja so eine Hartnäckigkeit, kann Sachen herauskriegen, wenn ich etwas wissen will. Ich würde aber vielleicht auch nur andere damit in den Wahnsinn treiben. Wenn du so akribisch irgendwas bis zu einem bestimtmen Punkt machen musst. Aber ich möchte nicht auf eine einsamel Insel …

Matthias: Ich bin handwerklich nicht wirklich begabt. Ich wüsste, wie ich Süßwasser bekomme, Essen müsste man sich antrainieren. Aber um ein Haus zu bauen … naja, da würde man wahrscheinlich erfinderisch werden.

 

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Papagei ‘Dienstag’ sucht das große Abenteurer. Wo und wie macht ihr am liebsten Urlaub? Eher Rucksack- oder Cluburlaub?

Aylin: Ich habe noch nie einen Rucksackurlaub gemacht. Aber ich bin jetzt auch kein typischer Strandurlauber. Ich habe letztens einen Urlaub gemacht und habe dann zweieinhalb Wochen jeden Tag gesurft und fand das super. Ich brauche also immer ein bisschen Action, Bewegung und Sport im Urlaub. Aber ich brauch’s vor allem auch warm.

Cindy: Ich fahr schon gern an die Ostsee oder auch zu Mutti, in den Garten. Weil wenn ich acht Stunden im Flieger sitzen müsste, um irgendwo hinzukommen, wo es warm ist — und das im Sommer, wenn hier 34 Grad sind. Da fahr ich zu Mutti in den Garten. Und dann setz ich mich auf die Hollywoodschaukel und finde das schön.

Matthias: Ich war mal der Abenteurer — aber aus Erfahrung buche ich mittlerweile, wenn die Kinder dabei sind, etwas Abgeschirmteres und Sichereres. Das heißt, es könnte auch mal pauschaler werden.

 

Welche Filme oder habt ihr als Kind gemocht?

Aylin: Zwei Filme, die ich geliebt habe, waren ‘Arielle’ und ‘Die Schöne und das Biest’. Da haben mich die Liebesgeschichten fasziniert, weil es bei beiden so Liebe zwischen zwei Welten war, die eigentlich gar nicht zusammenpassen. Diese Filme konnte ich mir jede Woche angucken.

Cindy: Wir hatten zu Ostzeiten natürlich ‘Drei Haselnüsse für Aschenbrödel’, der wurde hoch- und runtergeguckt. Dann hast du russische Märchen gehabt, die immer sonntags liefen und was ich als ganz toll fand zu gucken — und das war es dann auch schon. Natürlich gab es auch noch andere Sachen, aber die fallen mir jetzt gerade nicht ein …

Matthias: Meine Hauptzeit habe ich ja im Osten verbracht, deswegen war es nicht so viel — russische Märchen, ‘Der kleine Maulwurf’ — und russische Märchen. Oder halt Märchen aus den DEFA-Studions aus Potsdam – Babelsberg.

 

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Matthias, letztes Jahr kam heraus, dass du mit Cindy aus Marzahn an einem Film über ihr Leben arbeitest. Ist das noch aktuell?

Matthias: Wir sind am Schreiben und Entwickeln.

Cindy: Das erzählt er überall, aber ich habe da noch nichts Schriftliches gesehen! Bin mal sehr gespannt, freue mich auf jeden Fall sehr darauf.

 

Was ist das besondere an der Geschichte und was für ein Film wird es: eine Doku?

Matthias: Es ist ja die Geschichte “vom Tellerwäscher zum Millionär” — aber was da alles passiert, ist, wissen die meisten Leute gar nicht. Da wird das Kino in die Knie gehen. Das ist wirklich sehr, sehr lustig. Und sagen wir so: wenn man sich irgendwo dran orientieren würde, wäre das bei uns ’8 Mile’.

 

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Matthias, du stehst derzeit wieder mit Til Schweiger vor der Kamera für ‘Vier gegen die Bank’. Wie laufen die Dreharbeiten?

Matthias: Gut! Es macht Spaß mit Wolfgang. Es ist lustig, einfach irre. Es ist immer lustig, was der so für Storys von Harrison Ford und Gary Oldman erzählt. Wir drehen jetzt gerade alle etwas separater und sehen uns nicht mehr so viel. Aber ich bin mal sehr gespannt — gestern habe ich mal wieder Tränen gelacht.

 

In was für Kinofilmen wird man euch demnächst noch sehen? Und Cindy, würdest du gern noch mehr für das Kino machen?

Cindy: Das kommt immer darauf an, was man macht. Ich könnte jetzt nicht die Theatralische, Sterbende spielen — aber ansonsten, klar! Wenn irgendeiner fragt “Hast du Bock?”, dann muss man darüber reden, was das ist. Und wenn mir das gefällt, dann mach ich das dann auch.

Aylin: Mich wird man im März in dem ARD Film ‘Die Informantin’ sehen, einem Dreiecks-Liebes-Thriller wie ich ihn mal nennen würde, mit Ken Duken und Susanne von Borszody. Das Jahr lasse ich entspannt auf mich zukommen, es gibt es schon Dinge in Aussicht, aber ist es noch nicht klar, was davon klappen wird.

Matthias: Ich bereite gerade ein großes Projekt vor für den Sommer, aber da kann ich noch nicht viel drüber sagen. Da muss erstmal die Unterschrift drunter. Und parallel bereite ich einen Film im Januar in Kapstadt vor.