George Clooney beehrt Berlin

Wir haben gleich mehrere tolle Nachrichten für Euch:
Clooney ist bei uns und es scheint ihm zu gefallen, denn es ist sicherlich kein kurzer Besuch, den er uns da abstattet!

Samstag, 26. Januar 2013, Babelsberg bei Potsdam:
Pünktlich um 9 Uhr morgens stehen die ersten Freiwilligen vor den Babelsberger Filmstudios Schlange, um einmal einen Hauch von Hollywood-Luft zu schnuppern, wie man an diesem Tag ganz deutlich spürt. Bis zum Nachmittag werden insgesamt 3000 Casting-Bewerber gezählt.

Warum solch ein Andrang und wie kommt es, dass die lange Wartezeit in eisiger Kälte die Menschen nicht abschreckt? Sie alle haben es besonders  auf eine Person abgesehen: Hollywood-Star George Clooney. Etwas Böses haben sie jedoch nicht im Sinn.

Ab März 2013 soll in den Babelsberger Studios, in der Brandenburgischen Umgebung  und auch im Harz für George Clooneys  2. Weltkriegs-Drama „THE MONUMENT MEN“ gedreht werden. Clooney tritt dafür als Produzent und Regisseur in Aktion. Die idealen Kulissen hat er selbstverständlich höchstpersönlich bereist und ausgewählt. Fehlen nur noch jede Menge Statisten.
Wer würde nicht gern einmal in einem Clooney-Film mitspielen? Das wär schon was!

Die Auswahlkriterien des Castings sind nicht unwesentlich.
8000 Laiendarsteller, vorzugsweise blonde Männer im Alter von 18 bis 50 Jahren werden gesucht.
Jene sollten äußerlich in die Epoche  passen und einverstanden sein, sich für den Film eine 40er Jahre- typische Fassonfrisur verpassen zu lassen. Sogar eine militärische Vorerfahrung sei, laut Bewerberbogen,  von Vorteil. Auch internationale Muttersprachler, als Darsteller der Alliierten, sind erwünscht. Einige Frauen und Kinder haben zudem die Chance im Film mitzuwirken.

Das Casting läuft wie folgt ab: Jeder Teilnehmer gibt seinen persönlich ausgefüllten Fragebogen ab, dann begibt er sich zum Fotoshooting und danach heißt es erneut  abwarten. Die Entscheidung wird nicht sofort getroffen. Die Daten aller Bewerber werden systematisch im PC gespeichert und danach für die letztendliche Rollenbesetzung ausgewertet.
Schon für Quentin Tarantino´s kultiges Kriegsdrama „INGLOURIOUS BASTERDS“ organisierte die Babelsberger Agentur 2008 ein Casting in ähnlicher Größenordnung.

Für die Dreharbeiten  zu „THE MONUMENT MEN“ mietet sich Clooney ein eigenes Büro auf dem Potsdamer Studiogelände. Weitere Hollywood-Größen, wie Matt Damon, Daniel Craig und Cate Blanchett werden als Schauspieler vertreten sein. Die Geschichte basiert auf wahren Begebenheiten – nach  Robert M. Edsels gleichnamigem Buch und handelt von alliierten Truppen, die die vielen von Nazis geraubten Kultur- und Kunstschätze rechtmäßig zurückbringen sollen.

Seine Freizeit verbringt Clooney übrigens gerade vorrangig im Berliner „Soho House“, wo auch Flimmer des Öfteren mit Vorliebe zu Gast ist. Wenn wir ihn das nächste Mal treffen, können wir ihn ja gleich mal fragen, wie das Casting lief!…

34. Filmfestival Max Ophüls Preis

Heute startet in Saarbrücken das Max Ophüls Preis Filmfestival – die für den jungen deutschsprachigen Film wichtigste Preisverleihung- zum 34. Mal. Eine Woche lang (vom 21. bis 27. Januar 2013) werden dabei junge Filmtalente aus Österreich, Deutschland und der Schweiz vorgestellt und premiert.

Der berühmte Namensgeber der Veranstaltung, Max Ophüls, 1902 als Maximilian Oppenheimer geborener Saarbrückener, war seinerzeit weltweit ein gefeierter Theater- und Filmregisseur, bis er im Alter von 54 Jahren starb.
In seiner Jugend hegt Max Ophüls, der das Pseudonym zu Beginn seiner Karriere anlegt, um seinen Familiennamen vor der Öffentlichkeit zu schützen, den Wunsch Schauspieler zu werden. Es beginnt mit kleineren Rollen an den Stadttheatern in Saarbrücken und Aachen. Nach dem Abitur inszeniert Ophüls schon bald eigene Stücke, wie am Wiener Burgtheater, wo er seine zukünftige Ehefrau und Mutter seines Sohnes, Schauspielerin Hilde Wall kennen und lieben lernt. In Frankfurt am Main und Breslau lebt die kleine Familie zeitweise, während Max Ophüls dort mitunter als freier Hörfunkmitarbeiter tätig ist. 1931 zieht es Ophüls als Spielleiter nach Berlin an die Meinhard-Bernauer Bühnen. Neben Theaterklassikern setzt Ophüls auch einige gesellschaftskritische Stücke in Szene.
Im neuen Medium Film führt er erstmals die Dialogregie und Regieassistenz in Anatole Litvaks “Nie wieder Liebe”. Sein erster eigener Kurzspielfilm “Dann schon lieber Lebertran” (nach Erich Kästners literarischer Vorlage) entsteht im Auftrag der UFA. 1932 dreht Max Ophüls den Langfilm “Die verliebte Firma”. Seinen internationalen Durchbruch in der Filmwelt feiert der Regisseur mit seinem Werk “Liebelei”. Danach gelangt er sogar bis nach Hollywood, lebt und arbeitet mit Vorliebe in Frankreich, ohnehin begibt er sich mit seiner Familie auf die Flucht vor den Nationalsozialisten ins Exil. Als einer der großen europäischen Regisseure des 20. Jahrhunderts geht Ophüls in die Geschichte ein.

Das Filmfestival Max Ophüls Preis begründete Albrecht Stuby 1980. Damals waren 700 Zuschauer zu Gast – im Jahr 2012 dagegen schon 42.000 Besucher.

In verschiedenen Kategorien, wie Darsteller, Drehbuch, Kurzfilm, Langfilm, Dokumentation, Filmmusik, Publikumsliebling und verschiedenen Förderpreisen, treten Filmschaffende an, die am Anfang ihrer Karriere stehen. Auf der Max Ophüls Preis-Homepage findet Ihr übrigens alle Teilnehmer alphabetisch sortiert aufgelistet, sowie jede Menge weitere Infos zur Verleihung.

Flimmer ist Partner des Filmfestivals  Max Ophüls Preis. Bei uns, auf flimmer.de, könnt Ihr Euch die Trailer zu den teilnehmenden Filmen ALLEINE TANZEN, DRAGAN WENDE und KOHLHAAS ODER DIE VERHÄLTNISMÄßIGKEIT DER MITTEL ansehen.

Max Ophüls Preis 2012

Flimmer bei QUARTETT Premiere

Ab 24. Januar 2013 ist  Oscarpreisträger Dustin Hoffmans Regiedebüt QUARTETT  in den deutschen Kinos zu sehen.
Flimmer war am vergangenen Sonntag exklusiv bei der Vorabpremiere – passend zum Filminhalt – in der Deutschen Oper Berlin zu Gast.

Der erste Kinostreifen, bei dem der 75-jährige Hollywood Star Dustin Hoffmann hinter der Kamera zeigt wo´s langgeht, handelt von einer Hand voll pensionierter Opernstars, die gemeinsam in der englischen Seniorenresidenz Beecham House für Künstler und Freunde des Operngesangs und der Orchestermusik leben. Selbst im fortgeschrittenen Alter haben die rüstigen WG-Bewohner ihre Passion für die Musik und bühnenreife Auftritte nicht abgelegt.

Cissy Robson (Pauline Collins), Reginald Paget (Tom Courtenay) und Wilf Bond (Billy Connolly) leben als harmonische Gemeinschaft im Beecham House. Wie alljährlich üblich, soll am 10. Oktober des Jahres ein Konzert anlässlich zum Geburtstagsjubiläum des weltberühmten Komponisten Guiseppe Verdi stattfinden. Die Ankunft von Opernstar Jean Horton (Maggie Smith), die einst mit Reginald verheiratet war, mischt das Trio ordentlich auf. Noch immer sieht sie sich gern als Mittelpunkt des Geschehens, gibt sich als Diva und weigert sich, beim geplanten Auftritt als Mitglied des QUARTETTs teilzunehmen. Trotz des Chaos, das Jean verursacht, rückt das Konzert immer näher und ohne Jeans Unterstützung wollen und können Cecil, Wilf und Reggie nicht auftreten.
In der frechen Liebeskomödie sorgt das lebhafte Schauspierler-Ensemble für viel Unterhaltung und lehrt den Zuschauer- sowohl Jung, als auch Alt- über das Leben.
Mit Witz und berührendem Charme erzählt der Film die Geschichte über Zwist und Versöhnung einer Vierer-Freundschaft, die durch tosenden Beifall neu belebt werden kann.

Wie auf den Premierbildern zu sehen, verstehen sich die Darsteller auch privat super.

Quartett Premiere - Deutsche Oper Berlin (20.01.2013) / DCM

 

Quartett Premiere - Deutsche Oper Berlin (20.01.2013) / DCM

 Quartett Premiere - Deutsche Oper Berlin (20.01.2013) / DCM