flimmer.de POP UP Autokino

Irre warm, cooler Film, gute Leute, beste Stimmung. Das flimmer.de POP UP Autokino fand gestern statt, mitten in Berlin, am geilsten Tag des Jahres!

Ab 19:30 trudelten die ersten Leute ein, kamen mit ihren Karren, zu Fuß oder mit dem Rad. Die Autos wurden abgestellt und Plätze gesucht. Der große Parkplatz gegenüber der East Side Gallery war schon zum Freiluft-Kino umfunktioniert worden, eine riesige Leinwand stand aufgeblasen da, es gab Pasta, Bratwurst, kühle Getränke und Eis. Die Sonne streckte noch ihre letzten Strahlen zu uns auf den Parkplatz und wir dankten ihr das mit Bier und entspannter Atmosphäre. Es wurde geschnackt, ausgepackt und eingerichtet, der Parkplatz wurde zu einer Mischung aus Kinosaal und Open Air Party.

Als SPRING BREAKERS dann anfing wurden die Radios aufgedreht und der Fim übernahm die Hauptrolle. Davor durfte natürlich eine kleine Begrüßung von flimmer und Fritz nicht fehlen, wie es sich eben für gute Gastgeber gehört. Die Besucher revanchierten sich daraufhin auch angemessen mit lautem Hup-Applaus. Jeder machte es sich in seiner eigenen Karre gemütlich oder setzte sich mal eben aufs Dach. Keiner drückt einem die Beine in die Sitzlehne, keiner läuft einem mitten im Film über die Füße um aufs Klo zu gehen und keiner schmatzt einem ins Ohr. Gute Sache das!
Geknabbert wurde selbstverständlich trotzdem, wenn auch im privateren Rahmen: Für jeden gab es mehr als genug kostenlose Popcorn! Auch ‘ne gute Sache!

Zum hochsommerlichen Tag im Frühling passte der Film perfekt, prall gefüllt mit Bikini- und Strandbildern. Schnell entpuppt sich die Handlung allerdings als Albtraum, die schönen Bilder sind nur mehr Fassade, unter dem schwitzend heißen Partygebilde zeigt sich eine verfaulte Welt. SPRING BREAKERS präsentiert sich hier als Film, der weit mehr hält, als er verspricht. Nicht nur hohle Bilder (die richtig gut aussahen), da steckt auch was dahinter!

Nachdem der Streifen dann vorbei war, fuhren die ersten Autos wieder, aber es wurde auch noch geblieben, geredet, der großartige Abend genossen.
Alles in allem war es ein wirklich starkes Ding, dem ganzen flimmer Team hat’s großen Spaß gemacht. Und anscheinend ging es nicht nur uns so!
Das sind doch gute Anzeichen dafür, dass dieses flimmer POP UP Autokino nicht das letzte seiner Art war!

Euch einen wunderbaren Abend und ein schönes Pfingstwochenende und viel Spaß beim flimmern!

Bis bald,

euer Flo

 

 

Im Herz der Finsternis

In der einen Hand hält er ein Gewehr, in der anderen eine Waffe so groß wie eine Parkbank, die Raumschiffe mit einem Schuss vom Himmel holt. Dabei boxt er Aliens weg, einige ziemliche wehrhafte Aliens, während an ihm Laserstrahlen vorbeipfeifen und Zeug explodiert.

Mit Action wird in STAR TREK: INTO DARKNESS sicher nicht gegeizt. Natürlich wird sich auch mal unterhalten, die Dialoge pendeln dabei immer zwischen pointiert scharfzüngigen Wortgefechten und heldenmütig pathetischen Worthülsen. Wenn das aber zu lange geht und sich die Zuschauer zu langweilen drohen, reißt einen die nächste Explosion aus dem Dämmer und man wird zurück in die aufregende Welt der Rettungen in allerallerletzter Sekunde katapultiert.star-trek-into-darkness-enterprise-damaged

Hallo zusammen!

Gestern Abend war ich auf meiner ersten Pressevorführung: STAR TREK: INTO DARKNESS, der ab nächsten Donnerstag in den deutschen Kinos zu sehen ist. Über das ganze Drumherum will ich nicht viele Worte verlieren, es geht ja schließlich um den Film!

Die Geschichte ist schnell erzählt: Es geht um Rache, Intrigen, dunkle Geheimnisse und um einen Terroristen, der mal eben alle auf dem falschen Fuß erwischt hat. Alles liegt dabei eingebettet im Star Trek Universum mit unzähligen Querverweisen und Anspielungen. Enttäuschend ist dabei aber, dass der Film als reiner Science Fiction Kracher, ohne zumindest rudimentäre Vorkenntnisse in der Trekkie Welt, nicht immer funktioniert. Zu viel wird nur angedeutet und gerade der Antagonist bleibt für absolute Neulinge der Enterprise eher blass und undurchsichtig.benedict-cumberbatch-as-khan-in-star-trek-into-darkness1

Dieser Antagonist dient als heimlicher Sympathieträger und soll damit in die Fußstapfen von Loki oder dem Joker treten. Dass er dabei nicht erfolglos bleibt, ist auch der Crew der Enterprise zu verdanken, wo jeder Einzelne oft haarscharf an der Überzeichnung oder am Stereotyp vorbeifliegt. Trotzdem macht der Böse nicht die beste Figur, er wirkt seltsam impotent und in seiner Rätselhaftigkeit nur selten bedrohlich.

Alles in allem ist der Film kein richtig schlechter, krankt aber an vielen Kleinigkeiten und vor allem auch an der Erwartungshaltung. Für mich war es ok. So mittel. Hätte auch frischer, neuer und origineller sein können. Zu viel wird wiederholt und einiges wird zu sehr strapaziert. Wie oft man im Weltraum gegen die Uhr arbeiten muss, weil sonst alle sterben (oder zumindest die wichtigen Gesichter), ist schon verblüffend. Das bügelt die Spannungskurve ein wenig gerader als sie sein sollte. Weniger ist manchmal, so platt es auch klingen mag, eben mehr.

Gerade in Szenen, die das Zusammenspiel der altbekannten Crewmitglieder der Enterprise zeigen, macht STAR TREK: INTO DARKNESS aber richtig Laune. Und sobald Kirk mit atemberaubender Geschwindigkeit in einem Raumanzug durch das Weltall rast und mannshohen Trümmern ausweichen muss, dann ist das einer der Momente, in denen man gebannt auf die Leinwand starrt und davon träumt, Astronaut zu werden. Denn als Popcornkino mit geilen Effekten und genug Witz funktioniert der Film wunderbar. Er ist nicht überragend, er ist keine Neuerfindung des Genres, aber er fetzt!

Schaut euch den Trailer auf flimmer.de an, um einen Eindruck vorab zu gewinnen. Und ansonsten: Geht ins Kino und schaut selbst mal. Ich bin mir sicher, dass der Film nicht nur Star Trek Fans gefallen wird! Ab nächsten Donnerstag ist er deutschlandweit zu sehen.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und flimmert fleißig weiter!

Euer Flo