Peter Klöppel war gestern: Nun regiert Ron Burgundy das RTL Hauptstadtstudio.

Verantwortlich für die Erstürmung der heiligen Senderhallen ist flimmer.de. Am 26.01. lud das Berliner Trailerportal zum dritten POPUP Kino: Dem Kino, das die Zuschauer aus dem Kinosaal in eine thematisch passende Location bringt. Dort, wo normalerweise politische Talkshows aufgezeichnet werden, wurde Will Ferrells verrückte Komödie ANCHORMAN – DIE LEGENDE KEHRT ZURÜCK präsentiert.

In den USA bereits Kult startet der Film um den exzentrischen Nachrichtensprecher Ron Burgundy und seiner verschrobenen Truppe bei uns am Donnerstag bundesweit in den Kinos. Im übervollen Saal fanden sich nach und nach auch viele Prominente ein. Neben Frederick Lau und Annika Kipp traf man auf Jimmy Blue Ochsenknecht, den Berliner Modedesigner Kilian Kerner und viele mehr. Nachdem alle reichlich mit Getränken und Popcorn versorgt waren, konnte der Film starten. Und so wurde das Nachrichtenstudio schnell von ungewohnten Klängen eingenommen, als sich bei der einzigartigen Komik Ferrells kaum einer vor Lachen halten konnte.

ANCHORMAN

ANCHORMAN

ANCHORMAN

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ANCHORMAN

12 Years a Slave

Einem Haufen Sklaven in Reih und Glied von Zuckerrohr umgeben wird das Ernten vorgeführt. Langsam fährt die Kamera durch das Dickicht hindurch und öffnet uns die Sicht. Monoton und immer weiter schlagen die Schwarzen mit den Macheten zu, während die Weißen aus der Kutsche lugen.
In „12 Years a Slave“ wird der frei lebende Solomon Northup um das Jahr 1841 verschleppt und in die Sklaverei verkauft. Mit einer unvergleichlichen ästhetischen Brillanz zwingt Steve McQueen auf eindrucksvolle Weise den Zuschauer den Schrecken des Verlusts aller Menschlichkeit zu durchleben. Ohne jegliche Gefühlsduselei wird ein unfassbares Schicksal präzise porträtiert und wirkt dadurch unvergleichlich verstörend und faszinierend zugleich.

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In New York lebt Solomon Northup noch vor der Sklavenbefreiung als ein freier Schwarzer. Eine Tatsache, die vielen heute kaum bekannt ist. Gelegentlich kreuzen Sklaven mit ihren Herren seinen Weg und die Möglichkeit, dass er selbst einmal wie ein Gegenstand besessen werden könnte, erscheint dem stolzen Northup ganz und gar abwegig. Der gebildete Mann spielt die Violine und hat es sogar zu bescheidenem Wohlstand gebracht. Auf einem Gelegenheitsjob in Washington wird er verschleppt und in den Süden gebracht, wo er als Sklave verkauft wird. Von einem Tag auf den anderen verliert er alle Rechte und wird fortan wie ein Nutztier behandelt. Geschlagen und missbraucht wechselt er häufig den Besitzer und wird zu unaufhörlicher Arbeit unter geradezu unmenschlichen Bedingungen gezwungen. Bald muss er erkennen, dass seine Vergangenheit als freier Mann für ihn hier eher eine Gefahr darstellt.

12 Years a Slave“ geht gerade deswegen unter die Haut, weil McQueen nie moralisiert und sich nie im Leid des Protagonisten suhlt. Intensiv und unendlich mitreißend erscheint der Kampf des robusten Protagonisten, der sich, das Wiedersehen mit seiner Familie vor den Augen, nicht brechen lassen will. Von den vermeintlich vornehmen, wohlsituierten Weißen erfährt Northup wenig Menschlichkeit.
McQueen betreibt dabei keinesfalls eine einfältige Polarisierung. Er zeigt den weißen Bass (Brad Pitt), der Northup schließlich zur Rettung verhilft, und Schwarze, die von dem System profitieren. So wirkt der Film niemals eindimensional oder oberflächlich anklagend, stattdessen bildet „12 Years a Slave“ den grausamen Alltag von Menschen ab, die wie Vieh behandelt wurden, und anderen, die jene nach Belieben verkauften oder töteten. Der körperliche Schmerz transportiert sich mit jedem Peitschenhieb über die Bilder, gleichwohl es nie ausgestellt wirkt. Die Inszenierung ist ausgesprochen subtil und weder die teilweise rohe Gewalt noch das grenzenlose Leid breitet der Regisseur emotionsheischend aus. Das Erschreckende ist die Beiläufigkeit der grenzenlosen Abartigkeiten, zu denen Menschen in der Lage sind, wenn sie keiner daran hindert.

Mit diesem bildgewaltigen Meisterwerk gelingt es McQueen ein außergewöhnliches Schicksal abzubilden. Durch das Leid eines Mannes, der nicht etwa als Sklave geboren und ausgebeutet wurde, sondern zuvor frei und selbstbestimmt lebte, um plötzlich von einem Moment auf den nächsten alles Menschliche abgesprochen zu bekommen. Eben dadurch wird man sogleich hineingezogen und empfindet eine unendliche Beklemmung angesichts der grausamen Ereignisse auf seinem Weg als ständigem Versuch zu überleben. Nach „Shame“ und „Hunger“ ist es McQueens dritter fantastischer Film, der sehr verdient einen Golden Globe erhielt.

Der Wolf im Kokspelz

Die Pressevorführung eines im Kino noch nicht angelaufenen Filmes, wohin Filmkritiker, Blogger und allerhand Schreiberfürsten aus dem gesamten Land geladen werden, ist ein mehr als skurriler Ort. Hier haben all jene Lobeshymnen und Verrisse der Filme ihren Ursprung, die über Gedeih und Verderb der neuesten Werke entscheiden. Dort wo normalerweise pubertierende Jugendliche mit Popcorn um sich werfen.

Wolf-Wall-Street-Review
Kurz bevor der Film los geht, betritt man das überfüllte Foyer des Kinos. Hier tummelt sich bereits ein ganze Horde völlig aufgeschreckter Menschen, die schnellstmöglich mit Getränken versorgt sein wollen. Anschließend hetzen die meisten ihren laktosefreien Espresso-Macchiato nahezu über den gesamten Boden verteilend in den Saal, um die begehrten noch unbesetzten Plätze zu ergattern.
Das alles beherrschende Thema dabei ist der Ursprung des gegenseitigen Kennens. Die einen waren wenige Wochen zuvor gemeinsam in der letzten Woody Allen Preview, die anderen glauben sich bereits gesehen zu haben, nur will ihnen partout nicht einfallen wo. Einige grüßen einander auffällig eiligst offenbar nur um den häufig langwierigen und etwas lästigen Versuchen aus dem Weg zu gehen die letzte gemeinsame Begegnung zu ergründen.

Das Licht geht aus und der Film beginnt. Kurzzeitig ist man irritiert und kann seinen Augen kaum trauen. Leonardo DiCaprio, in einer von ihm bisher noch nie gesehenen Rolle: Er spielt einen astronomisch wohlhabenden und mindestens genauso gut aussehenden junger Mann, dem ganz New York zu Füßen liegt. Es braucht schon einige Zeit, um zu erkennen, dass gerade Martin Scorseses The Wolf of Wallstreet“ und nicht etwa „The Great Gatsby“ läuft. Selbstverständlich gehören ein verschwenderischer Lebensstil samt wilder, ausschweifender Partys dazu und eine Unzahl von Weibsbildern mit zweifelhafter Moral.

Bevor sich aber DiCaprio alias Jordan Belfort – nach einer wahren Begebenheit versteht sich – von einem mittellosen Irgendetwas zu einer Legende des Big Apples abmühen kann, beginnt es im filmaffinen Publikum zu rumoren. Ohne jegliche Vorwarnung fliegen die übelsten Beschimpfungen durch den Saal. Die Kritiker werfen einander das zu laute Räuspern oder Trinken vor. Hitzige Diskussionen, wer nun derjenige welcher war, der es gewagt haben könnte zu ausgiebig oder geräuschintensiv auf dem Stuhl umher gerutscht zu haben. Andere werden mit blutunterlaufenen Augen angebellt ihre Gespräche gefälligst sogleich einzustellen. Eiligst leisten die Angesprochenen jener Aufforderung kleinlaut Folge – Gott allein weiß, was passieren könnte, täten sie es nicht. Schließlich wird eine vermeintlich zu hochsitzende Basecap zum Corpus Delicti, verdecke sie schließlich weite Teile der Sicht.

Im letzten Moment, kurz vor einem drohenden Kritikermassaker, bei dem wohl nur wenige dem sicheren Tode entkommen wären, löst sich die bis zum Bersten angespannte Situation urplötzlich in ungebrochener Heiterkeit auf. Schuld daran ist die etwas gestelzt humoristische Einlage des bis zum Elend abgemagerten Matthew McConaughey. Der überdrehte Broker Mark Hanna (McConaughey), mit Hang zu skurrilen Gesangseinlagen, zelebriert eine geradezu obligatorische Kokainsucht ungeniert zu viel zu früher Stunde und selbstverständlich in aller Öffentlichkeit.
Dabei schwadroniert der affektierte Mark ausgiebig über seinen völlig exzessiven Drogenkonsum und die Häufigkeit seines Masturbierens, ohne die er diese verrückte Wallstreet Welt gar nicht ertragen könnte. Da fällt es einem unerwartet leicht zu glauben, dass die meisten Dialoge improvisiert wurden. Hinzu kommt die erleuchtende Erkenntnis, die wir aus Hannas geradezu bahnbrechendem Bericht gewinnen, dass niemand so recht wüsste, ob die Aktienkurse nun steigen oder fallen würden.
Es sei eben wie ein Glücksspiel. Spätestens jetzt muss der Zuschauer begriffen haben, wie total crazy diese Börsenwelt ist, in der völlig durchgeknallte Broker mit Geld jonglieren, nur koksen und sich endlos bereichern. Ein Skandal!

Im weiteren Verlauf nimmt der Film Züge von DiCaprios etwas länger zurückliegendem „Catch me if you can“ an, denn das ganze schmutzige Börsengeld will ja in die Schweiz geschmuggelt sein, wobei Belfort Schritt auf Schritt von der natürlich strikt unbestechlichen US-Polizei verfolgt wird. Erliegt dabei zunehmend seiner Drogensucht. Doch Belfort ist kein gewöhnlicher Krimineller, weiß Gott nicht. Er hilft Menschen aus der Patsche und kümmert sich geradezu liebevoll um seine Mitarbeiter. Es folgt ein Schiffsuntergang, von dem sich Leo diesmal glücklicherweise unbeschadet retten kann.

Nach zehrenden drei Stunden ist dann schließlich alles überstanden. „The Wolf of Wallstreet“ ist kein schlechter Film, aber als großer Scorsese Fan wird man unweigerlich enttäuscht. Weder der Film noch sein Hauptdarsteller strahlen die unverwechselbare Eleganz von Scorseses früheren Gangsterfilmen aus. Belforts Schicksal ist dabei wenig mitreißend, vielleicht auch weil die Gefahren, auf die er auf seinem Wege trifft, nur wenig bedrohend wirken. Zudem erscheinen die begleitenden Nebenfiguren platt und eindimensional neben dem alles überstrahlenden DiCaprio.

Am Ende kann man nur froh sein, dass alles so glimpflich ausgegangen und niemand zu Schaden oder gar zu Tode gekommen ist. Egal ob in den Wolkenkratzern New Yorks oder den Kinosälen Berlins.

***BEENDET*** THE WOLF OF WALLSTREET

THE WOLF OF WALL STREET ab morgen in den Kinos! Wir verlosen vorab 2 tolle Fanpakete mit offiziellem Filmplakat und dem „New York“ Reiseführer vom Michael Müller Verlag  (http://www.michael-mueller-verlag.de/de/reisefuehrer/usa/new_york_city/index.html) im Wert von 17,90 EUR!

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THE WOLF OF WALLSTREET

New York City ist das be­lieb­tes­te Rei­se­ziel der Deut­schen in den USA. Kein Wun­der, die Welt­me­tro­po­le ist in jeder Be­zie­hung über­wäl­ti­gend. New York ist die Stadt der Wol­ken­krat­zer, deren Sky­line auch in den letz­ten Jah­ren durch spek­ta­ku­lä­re Neu­bau­ten in die Höhe schießt. Sie ist die Stadt der Thea­ter und des Broad­way und die Stadt der Mu­se­en und Ga­le­ri­en, die Kunst­sin­ni­ge in Scha­ren an­lockt. Be­völ­kert und be­reist wird der »Big Apple« von Men­schen aus allen Län­dern der Welt – das macht einen Trip dort­hin so auf­re­gend und schrill, so bunt und immer aufs Neue für Über­ra­schun­gen und Ent­de­ckun­gen gut.

In 13 aus­ge­such­ten Stadt­spa­zier­gän­gen führt das Buch zu den le­gen­dä­ren High­lights durch Man­hat­tan. Mit dem Fahr­rad schickt es den Leser über die Wil­liams­burg Bridge in die neuen Trend­be­zir­ke Brook­lyns und be­glei­tet Sie in die Outer Bo­roughs, die un­be­kann­te­ren Win­kel der Stadt. Be­rich­tet wird von ihrer Ge­schich­te und vom All­tag der Men­schen, dazu gibt’s aus­führ­li­che In­for­ma­tio­nen zu Rei­se­vor­be­rei­tung, An­rei­se, Un­ter­kunfts­mög­lich­kei­ten und öf­fent­li­chem Ver­kehr, Shop­ping, Night­li­fe, und, und, und. Schla­fen kann man, wenn man wie­der zu Hause ist …

 

***BEENDET*** Gewinnspiel zum Kinostart von DIANA

Morgen ist der Kinostart von DIANA und wir verlosen exklusiv 2 DIANA Fanpakete mit je:
1 SILBERNERKNOPF limited Edition Fotoalbum (Wert.: je 34,90€)
2 DIANA Freikarten und
1 Filmplakat
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Filminhalt:

London 1995. Diana (NAOMI WATTS) lebt bereits von Prinz Charles getrennt in Kensington Palace und wartet auf die Scheidung. Während sie ihr Leben neu ordnen muss, begegnet sie eines Tages Dr. Hasnat Khan (NAVEEN ANDREWS) und ist sofort fasziniert von dem engagierten Herzchirurgen. Mit ihm findet Diana nicht nur das private Glück, nach dem sie sich immer gesehnt hat. Sie entdeckt, dass sie ihre Popularität nutzen kann und widmet sich verstärkt karitativen Zwecken. Die meistfotografierte Frau der Welt träumt von Normalität abseits des Rampenlichts und denkt sogar daran, mit Hasnat in dessen Heimat Pakistan zu leben. Doch den Mediziner schreckt die Idee ab. Er will die Beziehung geheim halten, denn Diana ist nach wie vor die Mutter des zukünftigen Königs von England – und wird auf Schritt und Tritt von Paparazzi verfolgt…

 

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